Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda

Schweiz besiegt Italien mit 5:2

Denis Malgin eröffnet nach 49 Sekunden bereits das Skore für die Schweiz Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Schweiz - Italien 5:2 – Dem Schweizer Eishockey-Nationalteam gelingt der Auftakt in die WM in Finnland perfekt. Die Schweizer besiegen nach einem Blitzstart Italien mit 5:2.

Das Startspiel gelang den Schweizern vorzüglich. Nach nur 49 Sekunden und zwei Chancen führten die Schweizer schon 1:0. Denis Malgin eröffnete das Skore. Schon nach dem ersten Abschnitt stand es 3:0 für die Schweiz. Calvin Thürkauf und Andres Ambühl, der seine 17. Weltmeisterschaft in Angriff nahm (Weltrekord), erzielten das 2:0 und das 3:0. Calvin Thürkauf, einer von drei WM-Debütanten, skorte später sogar noch ein zweites Tor (das 4:0). Und Jonas Siegenthaler, der an seiner letzten Weltmeisterschaft nur ein Assist beisteuerte, bereitete die ersten drei Schweizer Tore vor.

Der Schweizer Blitzstart mit 17:3 Torschüssen und gradlinigem Spiel im ersten Abschnitt führte dazu, dass die Schweizer später den Schongang einlegen konnten. Zwar bemühten sie sich um weitere Goals, das nächste Spiel - schon am Sonntagabend gegen Dänemark - schlich sich aber in den Hinterkopf. Im Schlussabschnitt liess die Konzentration bei den Schweizern merklich nach. Immerhin gelangen 100 Sekunden vor Schluss Captain Nico Hischier (Torschütze) und Timo Meier (Assist) zwei Schweizer Schlüsselfiguren in der Offensive ein erster Skorerpunkt.

So oder so ist das 5:2 im Startspiel gegen Italien ein vorzügliches Ergebnis. Startspiele an Weltmeisterschaften waren für die Eisgenossen in der Vergangenheit kein Zuckerschlecken. 2019 in Bratislava gab es zwar sogar ein 9:0 gegen Italien, aber in den Jahren zuvor wurden Siege nach Penaltyschiessen oder Verlängerung gegen Österreich (2018) und Slowenien (2017) erknorzt - oder es setzte sogar Niederlagen gegen Österreich (2016) oder Kasachstan (2015) ab.

Andererseits dürfen Startspiele nicht überbewertet werden. 2019 nach dem 9:0 gegen die Italiener verpassten die Schweizer die Qualifikation für die Viertelfinals. Und 2018 nach dem glückhaften 3:2-Erfolg über Österreich nach Verlängerung marschierten die Schweizer in den Final durch.

Ärgerlich war aus Schweizer Optik nur, dass Reto Berra, der im ersten WM-Spiel vor dem Schweizer Gehäuse stand, im Schlussabschnitt der Shutout vermiest wurde. Daniel Glira gelang für die Italiener in der 49. Minute das Ehrentor, später gelang den Italienern noch ein zweiter Treffer. Berra musste abgesehen von den Gegentoren bloss zwölf Schüsse parieren. Seit den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin - damals trennten sich die beiden Teams 3:3 - erzielte Italien gegen die Schweiz erstmals wieder mehr als ein Tor.

Schweiz - Italien 5:2 (3:0, 1:0, 1:2)

Helsinki. - 3641 Zuschauer. - SR Hansen/Stano (NOR/SVK), Seewald/Spur (AUT/CZE). - Tore: 1. (0:49) Malgin (Simion, Siegenthaler) 1:0. 18. Thürkauf (Corvi, Siegenthaler) 2:0. 20. Ambühl (Siegenthaler, Scherwey) 3:0. 27. Thürkauf (Kuraschew, Scherwey) 4:0. 49. Glira (Hannoun, McNally) 4:1. 59. Hischier (Meier, Bertschy) 5:1. 59. Hannoun (Simon Kostner, Petan/Ausschluss Malgin) 5:2. - Strafen: je 2mal 2 Minuten.

Schweiz: Berra; Kukan, Siegenthaler; Fora, Janis Moser; Glauser, Geisser; Egli, Marti; Bertschy, Hischier, Meier; Simion, Malgin, Suter; Ambühl, Corvi, Herzog; Thürkauf, Kuraschew, Scherwey.

Italien: Bernard; Pietroniro, Miglioranzi; Di Perna, Spornberger; Gios, Glira; Casetti; Petan, Simon Kostner, Sanna; Frigo, Hannoun, McNally; Insam, Mantenuto, Frank; Traversa, Diego Kostner, Deluca; Mantinger.

Bemerkungen: Schweiz ohne Riat, Miranda (beide noch nicht gemeldet), Aeschlimann (überzähliger Torhüter) und Genoni (Ersatzgoalie). - 9. Pfostenschuss Pietroniro. - Schüsse: Schweiz 47 (17-12-18); Italien 14 (3-5-6). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/2; Italien 1/2.

Resultate:

Dänemark - Kasachstan 9:1 (3:0, 4:0, 2:1). Schweiz - Italien 5:2 (3:0, 1:0, 1:2).

Rangliste: 1. Dänemark 1/3 (9:1). 2. Schweiz 1/3 (5:2). 3. Kanada 1/3 (5:3). 4. Slowakei 1/3 (4:2). 5. Deutschland 1/0 (3:5). 6. Frankreich 1/0 (2:4). 7. Italien 1/0 (2:5). 8. Kasachstan 1/0 (1:9).

Die Schweizer (hier von links mit Fabrice Herzog, Jonas Siegenthaler und Calvin Thürkau) jubeln schon im ersten Abschnitt dreimal Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Keystone-SDA