Der Steuerfuss betrug im vergangenen Jahr 77 Prozent. Von natürlichen Personen gingen im Jahr 2023 über 12,4 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern ein. Gegenüber dem Budget entspricht dies einer Besserstellung von knapp 12‘000 Franken, also einer Punktlandung. Erfreulich resultieren dazu über 633'000 Franken mehr aus «Steuern früherer Jahre» beziehungsweise Nachzahlungen. Dabei handelt es sich um verschiedene Nachzahlungen für vergangene Steuerperioden. Knapp 79 Prozent der gesamten Steuereinnahmen stammen aus der Einkommens- und Vermögenssteuer.
Gewinn- und Kapitalsteuern
Leicht unter dem Budget liegen die Steuern von Zuzwiler Unternehmen – sogenannte juristische Personen. Die Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen schliessen mit fast 947'000 Franken um rund 33'000 Franken schlechter ab als budgetiert. Nach wie vor sind diese Einnahmen wegen der Steuerreform (STAF) schwierig abzuschätzen. Von dieser Steuerart stammen gut fünf Prozent der Steuereinnahmen.
Übrige Steuern
Rund 16 Prozent der Steuereinnahmen sind Grundstückgewinnsteuern, Quellensteuern, Handänderungssteuern und Grundsteuern. Hier waren die Einnahmen im vergangenen Jahr sehr erfreulich. Vor allem bei der Grundstückgewinnsteuer wurde mit einem Plus von rund 390'000 Franken abgerechnet. Dies lässt darauf schliessen, dass bei Liegenschaftsverkäufen – obwohl gegenüber dem Vorjahr weniger stattgefunden haben – immer noch ansehnliche Preise bezahlt werden. Bei den Quellensteuern gingen rund 80'000 Franken mehr ein.
Dank an die Steuerpflichtigen
Im vergangenen Jahr wurden rund 18'100 Franken Ausgleichs- und Vergütungszinsen gutgeschrieben und rund 16'600 Franken belastet. Die Steuerausstände belaufen sich per Ende 2023 auf 7,8 Prozent, im Vergleich zum kantonalen Wert von 13,7 Prozent ein guter Wert. Steuersekretär Ralph Gmür meint: «Wir dürfen auf verlässliche Steuerzahler zählen. Sie kommen ihrer Deklarations- und Zahlungspflicht nach. Das schätzen
wir sehr.»
87 Prozent definitiv veranlagt
Der Veranlagungsstand der Steuerperiode 2022 liegt derzeit bei über 87 Prozent und damit über dem kantonalen Durchschnitt von knapp 83 Prozent. Von den Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 sind in Zuzwil bis heute über 99 Prozent veranlagt.
Im Vergleich
Das kantonale Steueramt hat die Kennzahlen zum Steuerwesen publiziert. Diese geben Auskunft über die Entwicklung der einfachen Steuer sowie über die Steuerkraft von natürlichen und juristischen Personen. Sie ermöglichen einen Vergleich mit dem kantonalen Mittel. Zuzwil steht diesbezüglich weiterhin gut da.
Polster
Die Abrechnung der Steuereinnahmen ist ein erster Gradmesser für den Rechnungsabschluss der Gemeinde. Budgetiert war ein Defizit von fast 2,4 Millionen Franken. Das dürfte so nicht eintreten, weil auch einige geplante Projekte aus verschiedenen Gründen noch nicht gestartet werden konnten. Somit wird die finanzielle Ausgangslage für die Gemeinde verbessert. Das ist erfreulich, stehen doch verschiedene hohe Investitionen an.