Dabei einigten sie sich auf eine gemeinsame Aussage dazu:
Spitalstrategie:
Wir stehen hinter der konsequenten Umsetzung der Beschlüsse im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Strategie der St. Galler Spitalverbunde sowie den bereits umgesetzten Integrationsvorhaben. Diese waren und sind dringend notwendig, um nötige Schritte in Richtung finanzielle Stabilität und eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung machen zu können. Wir teilen zudem die Einschätzung der Regierung, dass weitere Entwicklungsschritte nötig sind, um die genannten Ziele langfristig und nachhaltig erreichen zu können. Mittel- und langfristig sollen damit auch die Steuer- und Krankenkassenprämienzahlenden entlastet und die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden. Die Entpolitisierung der Spitäler sowie die Erhöhung des unternehmerischen Spielraums stehen für uns dabei im Zentrum.
- Die Spitäler werden mehr und mehr verselbständigt und entpolitisiert.
- Die Notfallabdeckung im ganzen Kanton ist weiterhin lückenlos gewährleistet.
- Besteller, Erbringer und Bezahler von Gesundheitsleistungen dürfen nicht identisch sein.
- Standortfragen basieren nicht in erster Linie auf politischen, sondern unternehmerischen und betrieblichen Überlegungen.
Mehr Lösung und weniger Polemik an der Augarten-Kreuzung:
Die Augarten-Kreuzung ist wichtig für die Region Uzwil und seit Jahren sanierungsbedürftig. Es fehlt ein Mobilitätskonzept, erklärten die einen, die Klimaproblematik sei nicht berücksichtigt, die anderen. Das Velo biete grosses Potenzial für Verkehrsverlagerungen, monierten weitere. Wo das hingeführt hat, sehen wir in der aktuellen Situation, nämlich zum Stillstand. In der Verkehrspolitik setzen wir uns für ein intelligentes Mit- und Nebeneinander der einzelnen Verkehrsträger ein. Für uns ist die Wichtigkeit dieser Kreuzung für die Region Uzwil ebenso unbestritten wie deren Sanierung. In Anbetracht der bald startenden Bautätigkeiten des ASTRA an den Autobahnausfahrten setzen wir uns für eine für die betroffenen Gemeinden passende Lösung ein, welche hinsichtlich Kosten und Nutzen sowie Bauzeit effizient ist. Stehen erst einmal die Lichtsignale, helfen nur noch umsetzbare Lösungen und nicht Polemik.
Wil West:
In den nächsten 25 Jahren soll auf dem Gebiet Wil West ein attraktiver und moderner Wirtschaftsstandort mit bis zu 3000 neuen Arbeitsplätzen entstehen. Ein direkter Anschluss an die Autobahn, neue Velo- und Fusswege sowie die Entlastung der Stadt Wil und der umliegenden Gemeinden vom Durchgangsverkehr führen zu langfristigen, nachhaltigen Entwicklungsperspektiven für die gesamte Region Wil und den Kanton St. Gallen. Diese sind uns sehr wichtig.
23 Gemeinden der Regio Wil haben sich zur Realisierung dieses Leuchtturmprojekts darauf geeinigt, auf Neueinzonungen von Bauland für Firmen zu verzichten. Statt viele kleine Flächen an unterschiedlichen Orten einzuzonen, ist die Konzentration der Wirtschaft auf dem hervorragend gelegenen Areal Wil West eine sinnvolle Lösung und wirkt der weiteren Zersiedelung entgegen, was auch uns ein grosses Anliegen ist.
Nichtsdestotrotz gilt es das negative Abstimmungsergebnis aus dem Sommer 2022 zur Erschliessung des Areals durch einen Sonderkredit des Kantons St. Gallen zu respektieren. Das Gesamtvorhaben WILWEST darf jedoch keinesfalls stillstehen, geschweige denn gänzlich abgebrochen werden. Stattdessen sollen die Gegenargumente ernstgenommen werden und das Projekt darauf basierend weiterentwickelt werden. Nur so können wir unsere Region nachhaltig stärken. Diese Chance dürfen wir aus unserer Sicht nicht so leicht aus der Hand geben. Sonst steht der Kanton St. Gallen und die Ostschweiz einmal mehr im Abseits und dies selbstverschuldet!