Bei genauer Betrachtung der Plakate trifft man auch auf altbekannte Gesichter von bisherigen Kantonsräten oder Kandidierenden, welche nicht zum ersten Mal auf Wahlplakaten erscheinen. Spätestens dann wird einem klar, dass Vereinsmensch und Puck-Jäger keine Berufsbezeichnungen darstellen. Was bezweckt die FDP mit diesen Bezeichnungen und weshalb hat sie ihre Kandidierenden halbiert, so dass sie zwar interessant, aber auch etwas speziell für das Auge und nicht auf einen Blick greifbar, daherkommen?
Die Flut an Wahlplakaten nimmt gefühlt mit jedem Wahlkampf zu, umso wichtiger ist es mit dem jeweiligen Sujet das Augenmerk auf das eigene Plakat zu lenken. Dabei helfen kräftige Farben, starke Kontraste und auffällige Bilder. Konnte die Aufmerksamkeit des Betrachters gewonnen werden, geht es darum die gewollte Botschaft zu vermitteln. Der FDP-Wahlkampfleiter Roland Gübeli dazu: «Hier geht es der FDP im diesjährigen Kantonsratswahlkampf darum ihre Kandidierenden möglichst vielseitig darzustellen. Nicht nur mit einem Standart-Sujet, sondern als kompetente Anwärterin oder kompetenten Anwärter für den Kantonsrat und gleichzeitig auch als vielseitigen Privatmenschen mit einer Leidenschaft für Musik, Sport oder das Campen in der freien Natur».
Die Rückmeldungen und Kontakte, welche einige der Kandidierenden erhalten haben, lassen darauf schliessen, dass dies gelungen ist. Es entstanden Diskussionen, Schriftwechsel und Begegnungen, welche mit einem Standard-Sujet wohl nicht entstanden wären. Die FDP setzt darauf, dass diese Begegnungen beim Ausfüllen der Wahlzettel nachhallen und für das gewünschte Resultat an der Urne sorgen werden.