Ruedi Müller, Ende Dezember nehmen Sie nach 16 Jahren Abschied vom Uzwiler Gemeinderat. Ziehen Sie sich ganz aus der Politik zurück?
Ruedi Müller: "Nicht ganz. Ich bleibe weiterhin Verwaltungsratspräsident des regionalen Zweckverbands SeniorenZentrum Uzwil. Immer mit dem Ziel, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen, damit für die immer älter werdende Bevölkerung auch in Zukunft genügend Pflegeplätze zur Verfügung stehen werden, inklusive die dafür nötigen Fachkräfte. Keine leichte Aufgabe, aber eine sehr sinnvolle."
Ihre Partei, die FDP, bietet den Uzwilerinnen und Uzwilern eine "Nachfolgelösung" in der Person von Yves Beutler, der hier neben Ihnen sitzt. Ist er der Richtige?
Ruedi Müller: "Yves Beutler ist zu 150% der Richtige. Dank ihm kommt frisches Blut in den Gemeinderat. Die junge Generation soll mitdenken und mitentscheiden. Yves Beutler hat in den letzten Jahren gestalterische Kraft und ein starkes Durchhaltevermögen gezeigt. Zudem bringt er einen sehr gut gefüllten Rucksack mit. Dazu gehört seine breite und profunde Ausbildung in Produktionsprozessen mit Lehre sowie nebenberuflichen Studienabschlüssen als Bachelor und Master FH. Ebenso wichtig sind seine Erfahrungen in KMUs und in industriellen Grossbetrieben. Seine Kombination von theoretischen und praktischen Kenntnissen in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen sind für Uzwil ganz besonders wichtig."
Weshalb?
Ruedi Müller: "In unserer Gemeinde stehen eine ganze Reihe von Grossprojekten an, eigene der Gemeinde wie die Neubauten des Werkhofs und der Oberstufe Sonnmatt und von Dritten wie der Polybau-Neubau auf dem ehemaligen Torbau Künzler Areal, die Wohnüberbauung am jetzigen Standort der 'Dachdeckerschule' und die Überbauung an der Stelle der alten Migros an der Kino City-Kreuzung. Da wird es wichtig sein, dass wir jemanden im Gemeinderat haben, der auch aufs Geld schaut."
Wie beurteilen Sie die aktuelle Finanzlage der Gemeinde Uzwil?
Ruedi Müller: "Trotz Steuersenkungen in den letzten Jahren haben wir eine gute finanzielle Lage und genügend Reserven. Und gerade darum ist es wichtig, dass wir ein Auge darauf haben, damit die gute Lage erhalten bleibt. Da zähle ich auf Yves Beutler und auch auf Martin Brunnschweiler, der sich wieder als Gemeinderat zur Verfügung stellt."