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Jonschwil
11.10.2024
12.10.2024 15:11 Uhr

Parteien fordern Aufklärung! Offener Brief übt massive Kritik

Bild: Dorfkorporation Schwarzenbach
Die Ortsparteien FDP, SVP und Die Mitte der Gemeinde Jonschwil üben scharfe Kritik an den jüngsten Entscheidungen der Dorfkorporation Schwarzenbach, die zu einem überraschenden Rücktritt des wiedergewählten Präsidenten Eugen Meier geführt haben. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Parteipräsidien klare Antworten zu den organisatorischen Änderungen und deren Folgen für die Gemeinde.

Auszug aus der Stellungnahme von Cédric Akeret, Präsident FDP Jonschwil Schwarzenbach, Bruno Scheiwiller Präsident SVP-Ortspartei und Martha Storchenegger, Präsidentin Die Mitte Jonschwil-Schwarzenbach: 

Schnellschuss wirft Fragen auf

Der Präsident der Dorfkorporation Schwarzenbach, Eugen Meier, wurde am 22. September 2024 klar wiedergewählt. Überrascht erfahren wir, dass er die Wahl nicht annimmt. Man reibt sich die Augen: Was ist passiert? Nach offizieller Mitteilung des Verwaltungsrates habe sich Eugen Meier «leider» gegen die Wahlannahme entschieden. Dieser wiederum gibt in Zeitungsinterviews bekannt, dass hinter seinem Rücken entschieden wurde, die Funktionen VR-Präsident und Geschäftsführer zu trennen. Der VR erklärt lapidar, Interessierte für das Amt könnten sich bei der Dorfkorporation melden. Weitere Auskünfte an die Medien werden abgelehnt.

Als Parteivertreter haben wir kein Verständnis für die geschaffene Situation. Ein strategischer Entscheid, der die Organisation stark verändert, kann nicht im Hauruck-Verfahren gefällt werden, auch wenn uns und den Stimmbürgern nicht bekannt ist, wie lange die organisatorischen Fragen schon im Verwaltungsrat «gewälzt» wurden. Auch wenn es vielleicht schon länger ein Thema im Verwaltungsrat war: Die Stimmbürger dürfen vom Verwaltungsrat einer öffentlichen Korporation mehr Weitsicht erwarten. Es handelt sich nicht um eine private Unternehmung. Es geht um ein wichtiges Versorgungsunternehmen, das den Stimmbürgern gehört.

Wer soll sich denn jetzt für das Präsidium melden? Ist irgendetwas bekannt über die neuen Strukturen? Welche Pensen sollen der/die VR-Präsident/in und der/die Geschäftsführer/in haben? Welche Budgetfolgen hat der Entscheid?

Der VR lobt in seiner Mitteilung die langjährige Arbeit von Eugen Meier. Wie kann man dann eine solche Entscheidung gegen ihn treffen? Ist es nicht zynisch, wenn geschrieben wird, dass Eugen Meier die Wahl «leider» nicht angenommen hat?

Als Präsidenten der Ortsparteien FDP, SVP und Die Mitte verlangen wir vom amtierenden Verwaltungsrat klare Antworten. Die Organisationsstruktur und die Kostenfolgen müssen aufgezeigt werden. Ohne Klärung hat eine Präsidentenwahl am 24. November 2024 keinen Sinn. Vielmehr ist zu überlegen, ob nicht eine breit abgestützte Findungskommission eine ausgewiesene Persönlichkeit für diese Aufgabe suchen sollte.

Letztlich haben die Mitglieder des Verwaltungsrates einen unüberlegten und nicht zu Ende gedachten Schnellschuss abgefeuert. Wir haben grosses Verständnis für den Entscheid von Eugen Meier, über dessen Kopf hinweg so entschieden wurde.

PD/David Hugi
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