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Leserbrief
Zuzwil
29.10.2024

"Geschätzte Bachanstösser und Anhänger des 'Dammbaus zu Zuzwil'"

Urs Weder, Zuzwil. Bild: zVg.
Urs Weder aus Zuzwil nimmt in einem Leserbrief Stellung zur Abstimmung in der Gemeinde Zuzwil vom 24. November 2024 betreffend den zwei vorgeschlagenen Varianten für den Hochwasserschutz Dorfbach Zuzwil.

Leserbrief:

Wer an einem Hang ein Haus kauft oder baut, muss mit Rutschgefahr rechnen, wer ans Wasser baut muss mit den Risiken von Hochwasser rechnen. Mit anderen Worten: ein gewisses Risiko trägt jeder Eigentümer.
Die Bachanstösser erwarten Solidarität von den Einwohnern von Zuzwil. Selbstverständlich bin ich auch als nicht direkt Betroffener solidarisch mit Euch, aber nicht um jeden Preis.
Betrachtet man die Kapazität der Dämme, besteht bei einem Jahrhunderthochwasser ein Risiko des Ueberlaufens. Bei Wassermengen von 40 m3/s (144'000 m3/h), einem Rückhaltevolumen der beiden Becken von 172'750 m3 und einer gedrosselten Abflussmenge von 13.7m3/s (49320m3/h) wären die zwei Rückhaltebecken in weniger als 2 Stunden geflutet! Was dann passiert kann sich jeder selber ausrechnen.
Ich bin klar für einen wirksamen Hochwasserschutz, aber nicht bereit, zusätzliches Risiko mit einem sehr teuren und unterhaltsintensiven Dammbau in Kauf zu nehmen. Das vor allem, wenn eine fast dreimal kostengünstigere, genauso gute Alternative besteht!
Darum bitte ich euch nochmals, das ausführliche und fundierte Gutachten über den Hochwasserschutz am Dorfbach Zuzwil zu studieren und so mit gesundem Menschenverstand für den Vollausbau zu stimmen - auch aus Solidarität mit den nicht direkt betroffenen Einwohnern.
Urs Weder, Zuzwil

eing.
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