HEV Zuzwiler Ausschuss:
Für den Hauseigentümerverband ist die Notwendigkeit eines zeitgemässen Hochwasserschutzes unbestritten und dringend notwendig. Zahlreiche schreckliche Beispiele in der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass die Unwetter in ihrer Heftigkeit nicht mit früheren Jahren verglichen werden können. Die Anzahl von Extremereignissen hat markant zugenommen und die Regenmengen, welche teilweise innert kürzester Zeit anfallen, sind beängstigend.
Beim Hochwasserschutz sind sodann, nebst dem eigentlichen Zweck auch weitere Interessen zu berücksichtigen und zu wahren. Es gilt der Natur, dem Dorfbild, den direkt Betroffenen, den Bachanstössern, den Steuerzahlern und weiteren Kreisen Rechnung zu tragen.
Die Arbeitsgruppe des Hauseigentümerverbandes ist zum Schluss gekommen, dass das Projekt „Vollausbau“ diese Umstände am besten vereint.
Insbesondere berücksichtigt es traditionelle Werte der Solidarität, welche für eine funktionierende Gemeinschaft notwendig sind. Die Anstösser werden vor künftigen Hochwasserschäden geschützt. Die Gemeinschaft trägt die notwendigen Kosten (CHF 7.7 Mio.) solidarisch. Unnötige Mehrkosten von über CHF 13.0 Mio. sind für nicht betroffene Einwohner nicht erklärbar. Auch das Aufbürden einer Hauptlast, mittels Rückhaltedamm, auf einen Grundeigentümer widerspricht dem Gemeinschaftsgedanken.
In diesem Sinne empfiehlt er den Stimmberechtigten von Zuzwil an der Abstimmung vom 24. November 2024 ein JA zum Hochwasserschutz und ein JA zur Variante Vollausbau.
Im Weiteren bedauert der Hauseigentümerverband die generelle Zunahme der fünften Landessprache – der Einsprache - und der zunehmenden Verhinderungspolitik. Schweizer Tugenden wie Kompromissbereitschaft, Solidarität und Rücksichtnahme gehen teilweise verloren. Werte, welche uns dereinst stark und erfolgreich gemacht haben. Das gege'nseitige Blockieren und Ausbremsen verhindert die Weiterentwicklung. Notwendige Projekte können nicht umgesetzt werden und anstehende Probleme werden weiter aufgeschoben, anstatt dass sie gelöst werden.
Gleiches würde bei der anstehenden Abstimmung bei 2 x Nein geschehen. Die Folgen wären, dass auf Jahre hinaus kein wirksamer Hochwasserschutz bestünde und weitere Zusatzkosten anfielen. Dies wird daher als ungünstigster Fall erachtet und sollte unbedingt vermieden werden.
Zuzwiler Ausschuss HEV Wil und Umgebung:
Manfred Schubert (Architekt)
Rafael Eggenberger (Rechtsanwalt)
Marcel Mosimann (Immobilientreuhänder)