Leserbrief:
Die Gemeindeverwaltung des Städtchens Uzwil mit ca. 14'000 Einwohnern möchte ein neues Schulhaus bauen für die sagenhafte Summe von 57'000'000 Franken. Das ist meiner Meinung nach unverhältnismässig, wenn nicht sogar "bireweich". Wie gesagt, wir reden von Uzwil, nicht von Städten wie Winterthur oder St. Gallen.
Ich dachte immer, die Devise einer jeden Gemeinde sei ein haushälterischer Umgang mit den Steuergeldern. Hier geschieht genau das Gegenteil. Es wird geklotzt, was das Zeug hält, und zwar nach dem Motto: Nur das Beste ist gut genug, egal was es kostet.
Die Gemeinde selber warnt in Ihrem Budget 2025 vor steigender Verschuldung wegen des Baus dieses Schulhauses; hört, hört!
Die Infoveranstaltung vom 4. Dezember 2024 hat mich in meiner Meinung, zu diesem grössenwahnsinnigen Projekt Nein zu sagen, nur noch bestärkt, denn:
1. Wurde auf die sehr berechtigte Frage eines Bürgers, wieso dieses Schulhaus im Quervergleich mit anderen neuen Schulhäusern viel teurer sei, von Gemeindepräsident Keel nur herumgeeiert, eine konkrete Antwort blieb er schuldig. Bekanntlich ist keine Antwort auch eine Antwort!
2. Auf die ebenfalls berechtigte Frage eines anderen Bürgers, welches der Plan B der Gemeinde sei im Falle eines Neins an der Urne, kam die Antwort von Herrn Keel wie aus der Pistole geschossen: "Provisorien bzw. Container für die Schüler".
Was für eine Anmassung des Gemeindepräsidenten! Ein Plan B existiert also gar nicht. Entweder die Bürger sagen Ja oder aber im Falle einer Ablehnung müssen die Schüler halt in (schäbigen) Containern hausen. Ganz nach dem Motto: Vogel, friss oder stirb.
Ich empfehle deshalb allen Bürgern von Uzwil ein wuchtiges Nein in die Urne zu legen mit der Botschaft an die Gemeinde: ein neues Schulhaus ja, aber nur zu massiv tieferen Kosten! Vielleicht kommt die Gemeinde dann ja wieder zur Vernunft?!
Roman Küng, Uzwil