Diese Entscheidung stösst auf Irritation und grosse Besorgnis beim Schulrat, dem die Schulwegsicherheit ein grosses Anliegen ist und sich aktiv dafür einsetzt.
Der Schulrat betont die Notwendigkeit von Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Schulwege. Er begrüsst zwar bauliche Massnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion. Doch eine (gleichzeitige) Temporeduktion auf 30 km/h in Quartieren sowie in Schulhausnähe wäre ein wichtiger und nötiger Schritt, um das Risiko von Verkehrsunfällen zu reduzieren und die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen auf dem Schulweg zu erhöhen.
Bei bereits umgesetzten rein baulichen Massnahmen zeigt sich, dass LKW-, Bus-, Töff- oder Autofahrer dennoch durch die Strassen «rasen» oder bei Gegenverkehr auf das Trottoir ausweichen. Bei solchen täglich beobachtbaren Szenen wird auch die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmenden, wie Velofahrer oder Fussgänger, stark gefährdet.
Tempo 30 ist gemäss BFU eine enorm effiziente Methode, um die Sicherheit zu verbessern, die Zahl der Unfallopfer zu halbieren und viel günstiger als umständliche und teure Baumassnahmen.
Der Schulrat bittet den Gemeinderat, auf den Entscheid zurückzukommen und der Schulwegsicherheit mehr Gewicht beizumessen sowie die schwächsten Verkehrsteilnehmenden stärker zu schützen. Der Schulrat wird sich weiterhin engagiert für die Schulwegsicherheit einsetzen und mit den entsprechenden Behörden und Interessensgruppen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden, welche die Sicherheit der Schulwege gewährleisten und erhöhen.
Zuzwil
18.03.2024
18.03.2024 12:24 Uhr
Gemeinderat lehnt Temporeduktion ab – Schulrat besorgt um Schulwegsicherheit
Schulrat: Raffael Sarbach, Erica Brändle, Schulpräsident Clemens Meisterhans, Rebecca Wolgensinger und Pascal Heer.
Bild:
Gemeinde Zuzwil
Der Gemeinderat Zuzwil verzichtet auf die Einführung von Tempo-30-Zonen in den Quartieren. Er verfolgt weiterhin die Strategie, wonach bei anstehenden Strassensanierungen nur bauliche Massnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion geprüft und allenfalls umgesetzt werden. Der Schulrat nimmt dazu Stellung: