Oberuzwil genehmigt Budget und würdigt Finale von Cornel Egger
376 der 4092 Stimmberechtigten nahmen an der Bürgerversammlung teil. Mit 9,2% war es die dritthöchste Beteiligung seit der Einführung der Einheitsgemeinde, was als Ehrerweisung an Cornel Egger interpretiert werden darf.
Herausforderungen bleiben
Einleitend ging der Gemeindepräsident auf die aktuellen Herausforderungen ein, insbesondere die unsichere geopolitische Lage und das Asylwesen. So habe die Gemeinde aktuell 22 Wohnungen zugemietet.
Schulratspräsident Roland Waltert sieht die Herausforderungen primär in den Folgen der Migration, den gesellschaftlichen Veränderungen sowie den Engpässen bei den Lehrkräften. Ein fairer Dialog und Toleranz seien gefragter denn je. Aufgrund der wachsenden Schülerzahlen werde bald mehr Schulraum benötigt.
Jahresrechnung 2023 und Bericht der GPK wurden einstimmig genehmigt. (Mehr dazu im Uzwil24-Bericht "Cornel Egger: Ein guter Abschluss, aber finanzielle Vorsicht ist geboten")
Steuerfuss bleibt bei 117%
Betreffend Budget 2024 mit einem Steuerfuss von 117% und einer Grundsteuer von 0,8‰ wurde der Antrag des Gemeinderats mit grossem Mehr und nur vereinzelten Gegenstimmen ebenfalls genehmigt. Voraus gingen zwei Anträge. Einer zur Rückweisung des Budgets "aufgrund von Unklarheiten", und ein zweiter zur weiteren Senkung des Steuerfusses um 10% auf 107%, begründet durch das "ungesund hohe" Eigenkapital der Gemeinde. In der Diskussion über die hohen Kosten der Schule verteidigte ein Votant diesen Aufwand mit dem Hinweis, dass die Kosten für die Steuerzahler pro Milchkuh höher seien als pro Schüler - man solle die Prioritäten im Auge behalten.
Cornel Egger dankt
Aus der Allgemeinen Umfrage ergaben sich keine Aufträge an den Gemeinderat. So konnte der Gemeindepräsident seine letzte Bürgerversammlung mit einem breitgefächerten Dank abschliessen. Cornel Egger: "Ich danke für die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die Wertschätzung, die ich in den letzten 33 Jahren erfahren durfte. Es hat Spass gemacht!"