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Uzwil
07.06.2024

Verlängerung Zwischennutzung Flüchtlingszentrum Marienfried

Marienfried in Niederuzwil - Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft wird erwartungsgemäss verlängert. Bild: Gemeinde Uzwil
Das Haus Marienfried soll weiterhin als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Das Seniorenzentrum Uzwil und der TISG Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen haben den Mietvertrag um ein Jahr verlängert. Die Zwischennutzung hat sich für alle Beteiligten bewährt. Der Betrieb läuft ruhig. Nach wie vor kommen viele Geflüchtete in die Schweiz und Plätze werden dringend gebraucht.

Der Zustrom an Flüchtlingen hält an. Für das Jahr 2024 rechnet der Bund mit gut 30'000 Asylgesuchen und zusätzlich mit 25'000 Schutzsuchenden aus der Ukraine. Der TISG betreut im Auftrag aller St. Galler Gemeinden Personen mit Bleibeentscheid sowie minderjährige Geflüchtete. Der Verein ist angesichts der aktuellen Lage interessiert an der Verlängerung des Mietvertrags. Der Zweckverband Seniorenzentrum Uzwil hat den bestehenden Mietvertrag mit dem TISG daher verlängert. Er stellt ihm das Haus Marienfried mit seinen 58 Zimmern für ein weiteres Jahre zur Verfügung. Die Zwischennutzung generiert Mietzinseinnahmen. Das entlastet die Kasse des Zweckverbands und schafft Zeit für die Prüfung weiterer Nutzungsoptionen.

Erfahrung im Betrieb

Der TISG führt den Betrieb seit Januar 2023. Seither läuft der der Betrieb ruhig und geordnet. Die Verantwortlichen des TISG kennen die Herausforderungen, die ein Flüchtlingszentrum stellt. So betreibt der Verein aktuell Flüchtlingszentren in Nesslau, in Eggersriet, in Thal und in Ebnat-Kappel. Im Haus Marienfried werden weiterhin junge Geflüchtete untergebracht. Für sie ist Integration das Ziel. Darum gibt es tagfüllend Schulunterricht, im Haus wird aufs Zusammen- und Berufsleben vorbereitet.

Details geregelt

In einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen der Gemeinde, dem Zweckverband und dem TISG sind die Eckwerte geregelt wie der Personenkreis der Bewohnenden, Sicherheitsfragen, Betriebszeiten und die Nutzung der Sport- und Freizeitinfrastruktur. Auch die Finanzierung ist klar: Für die Gemeinde entstehen keine Kosten, auch keine Folgekosten. Als Standortgemeinde profitiert die Gemeinde Uzwil vom Zentrum. Sie muss dadurch bis auf weiteres keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen.

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